/*** ***/ Trisana Wirbelsäulentechnik

Trisana Wirbelsäulentechnik

Die Trisana-Wirbelsäulentechnik ist eine Form der Wirbelsäulentherapie, die vom Chiropraktiker Gerd Stier entwickelt wurde. Sie ist genau genommen eine sehr sanfte Form der Chiropraktik. Im Gegensatz zur traditionellen Chiropraktik wird jedoch völlig auf sog. Force-Techniken (Beschleunigungstechniken) verzichtet.

Das bedeutet, dass Korrekturen am Bewegungsapparat, wie Kreuzbeinfehlstellungen, Subluxationen von Wirbeln u.a. ohne schnelle Bewegungen korrigiert werden. Im Gegenteil - die Impulse, die gesetzt werden sind grösstenteils so unscheinbar, dass der Klient kaum bemerkt, dass etwas am Körper manipuliert wurde. Die Behandlung ist demzufolge sehr sanft. In der Folge der Behandlung kommt es jedoch oft zu einem ausgeprägten Muskelkater. Dieser resultiert daraus, dass die Muskeln sich zunächst an die neuen statischen Gegebenheiten anpassen müssen. Die Muskeln, die es über Jahre gewohnt waren, aufgrund einer Fehlstellung im Bewegungsapparat in einer bestimmten Art und Weise zu arbeiten, sind im ersten Moment nach der Korrektur der Fehlstellung oft überfordert und reagieren mit einem Muskelkater, der nach zwei bis drei Tagen jedoch wieder abklingt.

Die Trisana Wirbelsäulen-Technik (TWT) wird wegen der physiologischen Beziehung zwischen Sacrum (Kreuzbei) und dem Occiput (Hinterhauptschädel) als ganzheitliche Behandlung bezeichnet. Diese zwei Regionen dienen als Ankerpunkte für die sackähnliche Membran (Duramater), welche das Gehirn und das Rückenmark umgibt. Im Inneren dieser Membran befindet sich eine Flüssigkeit, der Liquor cerebrospinalis, die cerebrospinale Rückenmarksflüssigkeit.
Im menschlichen Körper findet sich eine besondere Funktion, die für eine gute Gesundheit mitverantwortlich ist. Es ist der Kreislauf des Liquors durch das gesamte Nervensystem. Eine genaue, regelmässige, rhythmische Bewegung zwischen Shädel und Kreuzbein regelt den Kreislauf des Liquors um Gehirn und Rückenmark und durch das gesamte Nervensystem. Es ist das Kreislaufsystem von Gehirn und Wirbelsäule. Man nennt es auch den Sacral-Pump-Mechanismus.
Genau hier setzt die TWT in ihrer spezifischen Behandlungsform und deren Wirkung an, um sowohl im akuten als auch chronischen Stadium z.B. von Rückenbeschwerden, wie einem Hexenschuss, schnelle Besserung auf eine sehr sanfte Art zu erzielen.

Becken und Wirbelsäule
Das Becken wird von zwei Hüftknochen und dem dreieckigen Knochen in der Mitte (das Krezbein) gebildet. Die Verbindung von Kreuzbein mit dem Hüftknochen wird Iliosacralgelenk (ISG) genannt. Das Darmbein bildet die Basis für die Wirbelsäule, welche wiederum den Schädel trägt. Die knöchernen Strukturen sorgen für den Schutz von Gehirn und Rückenmark.

Die Muskeln
Die Muskeln, welche betroffen sind, verbinden das Becken, genauer gesagt das Kreuzbein (Sacrum) mit dem Hinterhaupt (Occiput). Diese Muskeln sorgen für die Unterstützung des Sacro-Occipital-Pumpmechanismus.

Stress
Wenn Muskeln und Gelenke ihre Funktion verändern, wird von einem sacralen Syndrom gesprochen. Diese Phänomen tritt auf, wenn die Iliosacral-Gelenke subluxiert sind und sich eine Hüfthälfte vorwärts und die andere rückwärts bewegt. Das Sacrum rotiert und die Sacralpumpe verliert ihre rhythmische Funktion. Die Folge ist eine Verdrehung der Dura-Membran um Gehirn und Rückenmark auf Grund einer Beckenrotion.

Asymmetrische Wirbelsäule
Die asymmetrische Wirbelsäule resultiert aus der Beckenrotation. Der Schultergürtel arbeitet wechselseitig umgekehrt (reziprok) und der Kopf gerät unter Umständen in eine Schiefhaltung. Die Verdrehung beeinträchtigt den freien Fluss des Liquors. Die Sacral-Pumpe wird instabil, gerät aus dem pulsierenden Takt und kann nicht länger die erforderliche Menge von Liquor um Gehirn und Rückenmark führen. Dies führt zu einem Mangel an Nahrung, erhöht die Toxine und mindert die Funktionen des gesamten Körpers. Wie man weiss, kontrolliert das Nervensystem die Funktionen aller Gewebe, Organe und Systeme im Körper. Deshalb können Symptome in grosser Zahl auftrete, wenn die Sacral-Pumpe beeinträchtigt ist.

  • Störung innerer Organe
  • Hautirritationen
  • Taubheit im Gesicht
  • Schlaflosigkeit
  • Schmerzen im unteren Rücken
  • Nervosität
  • Gewichtsprobleme

 

Subluxationen
Wenn der Stress im Becken zu gross wird, die Bänder im Becken gestreckt werden, zerteilt sich das ISG und das Sacrum rutscht zur Seite. Die Wirbelsäule gerät aus dem Gleichgewicht, wodurch die Wirbel des Rückgrats in eine falsche Lage geraten. Dadurch können die Nervenwurzeln entlang des Rückenmarks gereizt und gedrückt werden. Die Zertrennung des gewichttragenden ISG hat zur Folge, dass sich Schultergürtel und Hals wechselseitig verdrehen. Ebenso wird das Gleichgewicht der tragenden Gelenke, wie z.B. Knie, Knöchel und Fussgewölbe empfindlich gestört. Die Symptome mögen vielfältig und weit weg vom Becken sein und können doch einige der folgenden einschliessen:

  • Kieferschwierigkeiten
  • Nackenschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Verlust des Gleichgewichtes
  • Seitliche Kopfschmerzen
  • Schulter-, Arm- und Handschmerzen
  • Seitliche Brustschmerzen
  • Leistenschmerzen
  • Seitliche Oberschenkelschmerzen
  • Knie-, Knöchel- und Fussprobleme
  • Menstrualbeschwerden
  • Schmerzen im unteren Rücken

 

Wenn der Stress einer Subluxation über einen längeren Zeitraum besteht, erhöht sich der Druck auf die Bandscheiben um ein Vielfaches. Gewöhnlich wird die Bandscheibe beim 5. Lendenwirbelkörper unter der Belastung hervortreten und den Ischiasnerv irritieren. Dies kann zu folgenden Symptomen führen:

  • Schmerzen, die an der Hinterseite des Beines nach unten ziehen
  • Brennende Empfindungen am Bein, die hinten nach unten ziehen
  • Nadelstiche im Bein
  • Enge im Bein
  • Taubheit im Bein oder im Rücken
  • Mangelnde Kontrolle über Darm und Blase
  • Schmerzen beim Sitzen, Aufstehen und Husten
  • Kältegefühl in den Gliedmassen
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